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Freiwillige Feuerwehr Groß-Königsförde

LF 16
LF 8-6

Ein Jahr vor Gründung der Gemeinde Lindau, am 02. April 1927 wurde auf einer Versammlung die Gründung der freiwilligen Feuerwehr beschlossen.

Im August wurden die ersten 20 Wehrmänner mit Uniformen ausgerüstet. Hierzu mußte sich jeder Feuerwehrmann mit 5 Reichsmark beteiligen. Vor 1927 wurde der Brandschutz von einer Pflichtwehr oder auch Brandwehr genannt, mehr schlecht als recht sicher gestellt. Dazu war jeder Bürger im Ort zwischen 16 und 65 Jahren verpflichtet, bei einem Feuer sofort zu erscheinen und bei den Rettungs- und Löscharbeiten mit zu helfen. Zum Löschen hatten die Bauern je 2 Leineneimer mitzubringen, womit die Handspritze in einer Eimerkette befüllt wurde.

Die Gemeinde kaufte von der Stadt Uetersen für 1.000,-- Reichsmark eine gebrauchte Handdruckspritze mit 10 Längen Schlauchmaterial. 1928 bekam die Wehr ein neues Gerätehaus. Am jetzigen Standort am Kreuzweg wurde ein Schuppen für Dreschmaschinen  mit einem Anbau für die Feuerwehr gebaut.

Dazu gehörte auch ein hoher Turm zum Trocknen der Hanfschläuche, die nicht naß zusammengerollt liegen bleiben konnten. 1943 bekam die Wehr die erste Motorspritze, eine DKW Fischer und einen TSA-Anhänger. Der Anhänger mußte mangels Zugfahrzeug von der Mannschaft noch selbst gezogen werden. Anfang der 50er Jahre kamen dann die ersten Trecker ins Dorf und wer nun bei einem Einsatz mit seinem Trecker zuerst am Gerätehaus war, bekam dann 50,-- DM für den Einsatz.

1967 wurde der Zivilschutz aufgebaut und die Wehr bekam vom Bund ein TLF 8 Unimog. Mit dem Tragkraftspritzenanhänger dahinter oder auch als erstes Fahrzeug mit einem Wassertank, waren nun kurze Einsatzzeiten garantiert. Das Gerätehaus war nun auch langsam in die Jahre gekommen und der Turm wurde nicht mehr gebraucht. Die Gemeinde stellte die Mittel für einen Neubau und die Feuerwehrkameraden unterstützten dies, indem sie erhebliche Eigenleistungen erbrachten. So wurde 1974 der Abbruch von den Kameraden durchgeführt und sie erstellten auch die Fundamente. Im Frühjahr 1975 war das Gerätehaus dann fertig. Dem damaligen Wehrführer Hans Dreeßen war es zu verdanken, daß die Stellplätze und die Durchfahrtshöhe der Norm entsprachen und auch größere Löschfahrzeuge ohne Probleme untergestellt werden konnte.

Gerätehaus

Zur Einweihung des neuen Gerätehauses konnte dann auch ein neues Löschfahrzeug in Empfang genommen werden. 1978 wurde die Wehr mit Atemschutzgeräten ausgestattet. Ohne diesen Atemschutz ist heute kein Einsatz in einem verqualmten Gebäude mehr denkbar.1980 bekam die Wehr Handsprechfunkgeräte. 1985 genehmigte die Gemeinde den Anbau eines Schulungsraumes, den die Kameraden dann nach Fertigstellung des Rohbaus selbst ausbauten. Im Jahr 2001 war die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges, dem LF816 notwendig, den die Feuerwehr am 31. Juli 2001 von der Gemeinde in Empfang nehmen konnte.

AJ0011002